Montag, 2. Juni 2014

Grand Ballon


Schon öfters war ich in dieser Ecke der Vogesen unterwegs, doch bisher konnte ich immer nur einen Blick aus der Ferne auf den markanten Gipfel des Grand Ballon mit seiner Radarstation werfen. Mit 1424 Metern Höhe ist der Grand Ballon (Große Belchen) der höchste Berg der Vogesen. 
Startpunkt der Wandertour war die Ferme Auberge du Haag an der Route des Crêtes. Den Gipfel direkt vor Augen wandert man auf einem schmalen Pfad in einem großen Bogen um den Berg.

 

Kurz vorm Gipfel ist ein Denkmal für die französische Gerbirgsjägereinheit "Diables Bleus" aus dem ersten Weltkrieg errichtet.


Von der Aussichtsplattform, rund um die zivil genutzte Radarstation, hat man einen fantastischen Fernblick in die umliegende Vogesenlandschaft. Unendlich viel Wald und nur vereinzelt kleine Dörfer rund um einen herum.



Nun folgte der kurze Abstieg zum Hôtel du Grand Ballon, vorbei an den Überresten des ehemaligen Belchen Hotels. Unten befindet sich ein großer Parkplatz mit dem besagten Hotel und verschiedenen Touristen-Geschäften. Im Hochsommer ist hier sicherlich Hochbetrieb angesagt. Auf der Terasse wurde sich kurz mit Flammkuchen gestärkt und dann schnell wieder in die Vogesenwälder, in Richtung der Ferme Auberge Roedelen, abgetaucht. Diese wirkte verlassen, allerdings ließen ein paar Hühner und Truthähne vermuten, dass sie noch bewirtschaftet wird.


Weiter steil bergab zur Ferme Auberge Gustiberg und im weiteren Verlauf erreichten wir den Lac du Ballon. Kristallklares Wasser mit Blick bis zum Seegrund lassen auf eine gute Wasserqualität dieses Trinkwasser-Reservoir schließen, leider gilt hier Baden verboten.



Am linken Seeufer führt ein schmaler Weg zur schräg gegenüber liegenden Seeseite. Dort heißt es dann wieder die verlorenen Höhenmeter zum Col du Haag zurück gewinnen und zum Ausgangspunkt aufsteigen.
Nach rund 10 km erreichen wir wieder die Ferme Auberge du Haag, wo man entweder einkehren oder sich mit selbstgemachten Käse eindecken kann.
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Samstag, 3. Mai 2014

Mampf...


Dienstag, 29. April 2014

Drei Egsen



Bei den drei Egsen handelt es sich um eine Burgengruppe im Elsass. Die Wortherkunft  "drei Egsen" kommt nicht von den hier in reicher Zahl vorkommenden Eidechsen, sondern von der in der Nähe gelegenen Stadt Eguisheim. Im französischen Les Trois Châteaux d’Eguisheim genannt, liegen in direkter Nachbarschaft die Dagsburg, Wahlenburg und Burg Weckmund.
 

Von der Festungsstadt Eguisheim, diese trägt die Auszeichnung "Plus beaux villages de France", geht es direkt in die Weinberge. Hier schlängelt sich der Weg gemütlich durch die Weinreben mit stetem Blick auf die Burgengruppe, in Richtung des Örtchens Obermoschwihr. Dieses bietet außer verschiedenen Möglichkeiten zum Weinkauf und Weinprobe keine weiteren Sehenswürdigkeiten. Doch den Wein lassen wir erstmal aus und laufen weiter nach Husseren-les-Châteaux. Am Ortsende beginnt dann auch der Aufstieg zum Schlossberg.


Oben angekommen werden die verschiedenen Burgruinen erkundet und der herrliche Blick in die Oberrheinebene genossen.


Über ein Teilstück des hier vorbei laufenden Jakobsweges geht es dann wieder zurück nach Eguisheim, wo dann nach 13,5 km endlich ein Weinchen und Flammkuchen auf uns wartet. So frisch gestärkt kann das mittelalterliche und verwinkelte Städchen erkundet werden und man kann nur bestätigen, dass dieses die Auszeichnung wirklich verdient hat.
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Mittwoch, 12. März 2014

Orientierung


Montag, 27. Januar 2014

Le Donon


Auf historischen Spuren zum Donon sollte es, der Beschreibung auf outdooractive folgend, mal wieder in die Vogesen gehen. 
Am Ortsrand von Wackenbach bzw. Vacquenoux wurde geparkt und nach kurzer Ortsdurchquerung in den Wald eingetaucht. Laut dem hinterlegten Höhenprofil war schon klar, dass es jetzt bis zum Donon nur noch stetig bergauf gehen würde. Obwohl Mitte Januar, ähnelte die Jahreszeit eher einem angenehmen Frühlingstag, die Sonne schien warm durch die Bäume und vereinzelt zwitscherten die Vögel. Immer wieder wechselnd zwischen schmalen und breiteren Waldwegen schlängelt sich der Weg am Berg entlang bis man den Col entre les deux Donons erreicht. 


Nun ist es nicht mehr allzuweit bis zum Gipfel, aber es wartet noch ein steiniger Singletrail, der nochmal die letzten Höhenmeter und Schweiß fordert.


Auf 1008 m ü. NHN erreicht man den Gipfel mit dem imposanten Tempel. Dieser wurde unter Napoleon dem III im 19.Jahrhundert errichtet. Zudem sind auch noch ältere Spuren der Kelten und Römer zu sehen, die diesen Berg als Kultstätte genutzt haben. Nach ausgiebiger Stärkung bei herrlichem Ausblick in die umliegenden Vogesen, das Elsass und Lothringen ging es nun stetig bergab zurück ins Tal. Vorbei an einer alten Liftanlage und dem Hotel Restaurant du Donon folgen wir dem Weg in Richtung Grandfontaine und im weiteren Verlauf dann zurück nach Wackenbach.


Insgesamt eine schöne Wanderung von knapp 14 km mit tollem Fernblicken und angenehm wechselnden Wegeprofil. Nur beim Abstieg muss man zweimal kurz die Landstraße kreuzen.
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Montag, 21. Oktober 2013

Wenger Rangerwood 55


Die Schweizer Offiziersmesser mit roten Kunststoff-Griffschalen und dem Schweizer Kreuz kennt sicherlich jeder. Diverse andere Griffschalen wurden bereits auf den Markt gebracht, von anders farbigen Plastik, geriffeltem Alu wie es ursprünglich an die Schweizer Armee ausgeliefert wurde bis hin zu teuren Sammlerstücken mit Gold und Brillanten Besatz.
Die Firma Wenger hat 2012 die Rangerwood Serie mit ergonomisch geformten Griffschalen aus original Schweizer-Nussbaumholz heraus gebracht.
Diese liegen hervorragend in der Hand und das Holz fühlt sich sehr gut an.


Das Messer beinhaltet folgende Werkzeuge:
- 9,5 cm Klinge (per Linerlock verriegelnd)
- Holzsäge
- Korkenzieher
- Kapselheber mit Schraubenzieher und Kabelabisolierer
- Dosenöffner
- Ahle mit Öhr
- Schlüsselring bzw. Ring für Messerkette


Das Rangerwood 55 ist deutlich größer und schwerer als die bekannten Schweizer Messermodelle. Die Heftlänge beträgt 13 cm bei einem Gewicht von 160 Gramm.
Die Entriegelung ist sehr schön über das Schweizer Kreuz gelöst. Das Messer rastet automatisch beim Öffnen ein, durch Druck auf das Kreuz löst man wieder die Verriegelung.


Insgesamt ist das Messer, wie von der Schweizer Messerschmiede gewohnt, sehr gut verarbeitet. Das Holz ist sauber eingepasst und im Übergang gut geschliffen. Der Entriegelungsknopf mit dem Logo ist perfekt eingearbeitet und die Klappmechanik der einzelnen Werkzeuge arbeitet zuverlässig.
Nicht ganz sicher bin ich mir bei längerem Kontak des Holzes mit Feuchtigkeit. Bei kurzem Kontakt perlt Wasser einfach ab, ob es allerdings bei längeren Zeitspannen zu einem Aufquellen des Holzes kommt wird sich zeigen bzw. werde ich es sicherheitshalber versuchen zu vermeiden.
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Montag, 24. Juni 2013

Le Tanet

Fragender Blick gen Himmel... was soll ich bei diesem Wetter einpacken? Brauchts Sonnencreme oder die Fleecejacke? Naja, am besten bei diesem Sommer auf alles gefasst sein und von allem etwas. Dann ab ins Auto und zum Col de la Schlucht in die Vogesen. Dies war bereits in der Vergangenheit der Startpunkt zum Sentier des Roches, doch dieses Mal sollte es auf einem Teilstück des GR5 zum Le Tanet gehen.

  

Am Schluchtpass nur schnell das Auto abstellen und Richtung Nord-Osten dem hiesigen Trubel entkommen. Schon taucht man in ein schönes kleines moosbewachsenes Waldstück ein und arbeitet sich über Stock und Stein die ersten Höhenmeter auf das heutige Konto.


Bald erreicht man den Höhenkamm und folgt weiter dem GR5. Der flache Bewuchs hier oben ermöglicht immer wieder herrliche Fernblicke. Ein kurzer Schlenker zum Wurzelstein lohnt sich um sich diesen markanten Felsen anzuschauen.


Doch weiter auf dem Höhenkamm und schon bald wird es wieder felsig und man erreicht die Spitze des Le Tanet. Viele hohe Felsformationen laden, bei den heutigen heftigen Böhen, zu einer windgeschützten Rast ein.


Auf dem Tanet befinden sich auch noch die Reste einer Beobachtungsstellung aus den Kampfhandlungen, die hier während des ersten Weltkriegs stattfanden.


Man kann heute recht weit blicken und in der Ferne sogar noch einzelne Schneefelder auf dem Hohneck ausmachen.


Hinter dem Tanet verlieren wir dann wieder die zuvor erkämpften Höhenmeter, verlassen den GR5 und steigen zum Lac Vert ab. Dieser "grüne See" trägt seinen Namen aufgrund der dort vermehrt vorkommenden Algen, wobei eine Sage behauptet, dass hier smaragdfarbene Tränen, aufgrund einer getöteten Gams, vergossen wurden und dadurch die grünliche Färbung entstand.... Wie auch immer, der See ist sehr schön gelegen und komplett von Wald umschlossen.


Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Auberge Seestaedle wo ein verspätetes Mittagsessen auf uns wartete. Nach hausgemachter Pastete mit Salat ging es frisch gestärkt weiter. Nach kurzem Anstieg passiert man die Auberge Schantzwasen und wenig später die Auberge Schupferen. Also verhungern wird man bei dieser Tour mit Sicherheit nicht.


Nun folgt man dem Wanderzeichen "gelber Punkt" und gelangt über die Hirschsteine und den Spitzenfels wieder zum Ausgangspunkt. Insgesamt eine sehr abwechlungsreiche Tour von ungefähr 12 km.
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