Donnerstag, 26. Januar 2012

Altschlossfelsen

Die deutsch-französischen Beziehungen pflegend und dem guten Essen unseres Nachbarlandes frönend ist bereits schon unser ehemaliger Bundeskanzler in dem Gebiet um Eppenbrunn gewandert um dann nach dem Grenzübertritt in Roppeviller einzukehren.

Startpunkt für meine Tour war der Stüdenbacher Weiher, kurz hinter Eppenbrunn. Von dort stößt man direkt, am Spießwoog-Weiher, auf den Helmut-Kohl-Wanderweg, dem ich allerdings nur knapp einen Kilometer lang gefolgt bin um noch einen Abstecher zum Hohlen Felsen zu machen. Dem dortigen Höhenweg folgend dann in Richtung meines eigentlichen Zieles - den Altschlossfelsen.

Auf einer Länge von ca. 1,5 km stehen gigantische Buntsandsteinfelsen mit bis zu 35 Metern Höhe. Wirklich sehr imposant und in dieser Ausprägung und Farbgebung mir noch nicht im Wasgau begegnet.

Wie der Name schon vermuten lässt gab es auch hier eine Befestigungsanlage/Burg, die wohl in Zusammenhang mit der nahen römischen Heerstrasse bzw. Salzstrasse steht. Leider sind hiervon nur noch wenige Relikte wie Balkenlöcher zu erkennen.

Auch weitere römische Spuren lassen sich in den Wäldern finden. In einem Felsen wurde ein Relief hinterlassen. Mittlerweile stark verwittert stellt das sogenannte Dianabild die drei römischen Gottheiten Mars, Diana und Silvanus dar.

Begleitet vom gelegentlichen Geschützdonner, vom nahen französischen Truppenübungsplatz, endete der Weg nach 11 km wieder am Ausgangspunkt.
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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Fichtenporling

Heute ein schönes Exemplar eines Fichtenporling bzw. eines rotrandigen Baumschwamms entdeckt.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Wünsche allen Lesern Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Patagonia Ultralight Down Hoody

Die Firma Patagonia folgt der Unternehmensphilosophie: Stelle das beste Produkt her, belaste die Umwelt dabei so wenig wie möglich, inspiriere andere Firmen, diesem Beispiel zu folgen und Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden.

Die im kalifornischen Ventura ansässige Firma hat mit dem Ultralight Down Hoody eine extrem leichte und warme Daunenjacke für die kalte Jahreszeit auf den Markt gebracht. Die Bergfreunde haben mir netterweise ein Testexemplar zur Verfügung gestellt.

Das Außenmaterial und Futter besteht aus 10-Denier starkem 100% Ripstop-Nylon mit einer Deluge® Durable Water Repellent Imprägnierung. Deluge® DWR ist eine dauerhaft Wasser abweisende Imprägnierung, die selbst nach Jahren intensiven Tragens noch so gut wie bei einem neuen Kleidungsstück sein soll. Diese schützt die nässeempfindliche Daune vorm Verklumpen und somit den Träger vor Wärmeverlust.

Gefüllt ist die Jacke mit europäischer 800er-Füllkraft Gänsedaune (laut dem Patagonia Footprint Chronicles nicht aus Lebendrupf) und bietet so enorme Wärmeleistung bei niedrigem Gewicht und Volumen. Die Daunen sind in einer speziellen durchgesteppten Kammerkonstruktion angeordnet, die es möglich macht, mit weniger Füllung und einem schlankeren Profil die gleiche Wärmeleistung zu erzielen.

Die eng anliegende und durch einen Kordelzug regulierbare Kapuze blockt den Wind ab und lässt keine Wärme entweichen.
Außerdem lässt sich die Jacke am Hüftsaum durch einen Kordelzug einstellen.

Der Hoody verfügt über 2 seitliche Einschubtaschen sowie eine Brusttasche. Alle drei Taschen sind mit einem Reißverschluss der Marke YKK versehen.

Mit gerade mal 255 Gramm in Größe L (nachgewogen!) , wird die Jacke wohl gerade bei den Leichtgewichts-Freunden auf großes Interesse stoßen, aber auch für den normalen Wanderer/Outdoorer ist es eine interessante "Immer-dabei-Jacke" die aufgrund ihres Packmasses und Gewichts einfach mitzuführen ist und bei fallenden Temperaturen eine zusätzliche wärmende Schicht liefert.
Mitgeliefert wird ein kleiner Packbeutel, der es erlaubt die Jacke komprimiert zu verstauen.

Für mein persönliches Empfinden sind die Isoliereigenschaften sehr gut, allerdings werde ich den Hoody wohl meistens in Kombination mit einer Hardshell als Überziehjacke nutzen, um einen zusätzlichen Wetter-/Windschutz zu haben. Bei längeren Touren mit schwerem Rucksack würde ich allerdings diese Jacke nicht unbedingt nutzen wollen, da gerade beim starken Schwitzen am Rücken die Daunen verklumpen und die wärmenden Eigenschaften verloren gehen. Abgesehen davon ist der Stoff auch nicht für die Belastung von schweren Rucksäcken ausgelegt.
Die Verarbeitung ist hervorragend und alle Nähte und Abschlüsse sauber vernäht.
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Mittwoch, 16. November 2011

Teufelstisch Hinterweidenthal


Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal hat es im Jahr 2009 auf den 7. Platz der deutschen Naturwunder geschafft. Von Salzwoog aus kann man diesen Buntsandsteinfelsen auf einer 8,5 km langen Rundwanderung erreichen.
Imposant thront eine ca. 7 x 7 m große Steinplatte auf der schmalen 11 Meter hohen Grundsäule. Die Erosion, der unterschiedlich harten Gesteinsschichten, hat diesen bizarren Felsentisch geformt.


Samstag, 5. November 2011

Wildmannfels


Heute bei dem warmen Herbst-Wetter nochmal eine kleine Wanderung im Pays de Bitche unternommen. Startpunkt war der Weiher von Haspelschiedt. Nach kurzer Ortsbesichtigung ging es dem Wanderzeichen "gelbes Kreuz" folgend zum Wildmannfelsen (Polissoir d`Haspelschiedt).


Dieser Felsen weist zahlreiche prähistorische Schleifmulden bzw. Wetzrillen in verschiedenster Ausprägung auf, die wohl dazu dienten Werkzeuge wie Steinbeile zu schleifen



Über das kleine Örtchen Roppeviller ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.


Sonntag, 2. Oktober 2011

Zugspitze

Schon vor längerem hatten wir die Idee den höchsten Gipfel Deutschlands zu besteigen, nur die genaue Route musste noch gefunden werden. Nach Recherche im Internet und Bekanntenkreis fiel die Wahl auf die offizielle Erstbesteiger-Route über das Reintal. Einer der alternativen Wege über das Höllental wurde mangels qualifizierter Klettersteig-Erfahrung verworfen.
Los ging es dann Ende September an der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen (730 m NHN). Vom Parkplatz hier ist schon die Partnachklamm ausgeschildert, die man für 3 Euro durchqueren kann. Imposant hat sich hier die Partnach bis zu 80 Meter tief in den Fels gegraben und das Wasser donnert auf ca. 700 Metern durch die Klamm.

Hinter der Klamm überquerten wir den Fluss und folgten der Partnach auf einem breiten Forstweg. Diese etwas langweilige Waldautobahn verengt sich beim Abzweig zum Reintal und ein grandioses Alpenpanaroma öffnet sich.


Nach knapp 2 Stunden erreichten wir die neu errichtete Bockhütte (1.052 m NHN). Eine Einkehr war noch nicht verdient, sodass es direkt weiter Richtung der Reintalangerhütte ging.






Weiter geht es durch das Reintal, links und rechts eingerahmt von steilen bis zu 2.000 m hohen Felswänden. Schon von weitem kann man den Partnachwasserfall hören, der sich 80 Meter tief ins Tal stürzt.



Am Wasserfall geht es nochmal leicht bergauf und man erreicht bald die Reintalangerhütte (1.370 m NHN). Großzügig verteilt sind hier Stühle und Tische entlang des Flusses, eingerahmt von tibetischen Gebetsfahnen wird hier etwas Himalaja-Feeling vermittelt. Bei so viel Gemütlichkeit wird sich hier etwas gestärkt und der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen.



Nun folgte die letzte als auch anstrengenste Etappe des Tages - der Aufstieg zur Knorrhütte. Über den "Golfplatz" zum Oberen Anger schraubt sich der Weg serpentinenartig über Fels und Geröll nach oben.



Langsam nähert man sich auch der Baumgrenze, nur flache Latschenkiefern setzen sich hier noch im Fels fest.



Rückwärtsblickend hat man einen genialen Ausblick ins Reintal und den bis dahin zurück gelegten Weg.
Bisher hatte sich die Knorrhütte (2.052 m NHN) gut versteckt, doch am Beginn des Zugspitzplatts taucht sie plötzlich im Fels auf.
Hier endet dann der erste Wandertag nach 21 km Strecke, 1.322 Höhenmetern und gut 5,5 Stunden in Bewegung.
Nun wartete nur noch entspannte Hüttenatmosphäre, ein gutes Abendessen und ein herrlicher Sternenhimmel.


Die Nacht im 6er Zimmer war dann nicht die Erholsamste, aber so war man dann auch schon früh auf den Beinen und bereit für den Gipfelsturm.



Über die Moränenlandschaft des weit zurückgezogenen Gletscher geht es über Geröll und Schnee in Richtung der Seilbahnstation Sonn-Alpin bzw. des Schneefernerhauses (2.650 m NHN). Schon früh erkennt man die Gipfelstation und kann sich klar machen was man heute noch vor sich hat.

In Höhe des Schneefernerhauses, das als Umweltforschungsstation genutzt wird, beginnt der wirklich schweißtreibende Aufstieg über den Geröllhang, der zu diesem Zeitpunkt noch mit Schnee gespickt war, zum Beginn des drahtseilgesichterten Felsenweges.


Entlang des Stahlseils und einzelnen Steigeisen arbeitet man sich auf den Grat und blickt links fast senkrecht hinunter zur Wiener-Neustädter-Hütte und rechts auf das Zugpsitzplatt.



Nun nur noch ein paar Höhenmeter und das Münchner Haus (2.962 m NHN) ist erreicht. Hier dann erstmal der Kulturschock - Massenauflauf von Touristen auf der Plattform, die überwiegend die 3 Bahnen zum Gipfel genutzt haben und nun auf Turnschuhen und Halbschuhen zum exponiert liegenden Gipfelkreuz krabbeln.


Der zweite Tag endet mit 5 km, 910 Höhenmetern und 3 Stunden in Bewegung.

Statt Gipfelschnaps gab es dann noch passendes Kutlturprogramm auf der höchsten Wies´n.