Dienstag, 10. Mai 2011

Feuer unterwegs

 

Auf längeren Touren benötigt man einen Feuerstarter um beispielsweise das Lagerfeuer oder seinen Kocher zu entzünden. Dies sollte natürlich unter normalen als auch unter widrigen Umständen funktionieren, bei denen man vielleich dringend auf eine Wärmequelle angewiesen ist. 

Die folgenden Feuerstarter nutze ich, je nach geplanter Verwendung.

Feuerzeug in Kombination mit einem Stück Fahrradschlauch. Das Gummi liefert einen perfekten Feuerstarter und brennt auch hervorragend wenn es nass geworden ist. Zudem kann man es in Streifen schneiden und die Bänder bzw. Ringe für die Reparatur oder Befestigung von Ausrüstungsmaterial nutzen. Zum Transport kann der kurze Schlauch einfach über das Feuerzeug gezogen werden.


Das wohl unempfindlichste Tool ist der LMF Feuerstahl. Mit dem Messerrücken oder dem angehängten Schaber werden vom Feuerstahl bis zu 3000 Grad heiße Funken erzeugt und das vorbereitete Zundernest bzw. der Gas- oder Spirituskocher entzündet .


Die wohl ursprünglichste Variante ein Feuer zu entzünden ist das Feuer schlagen mit Hilfe eines Feuersteins, dem Stahl und Zunder. Hierbei wird der Zunder auf dem Feuerstein platziert und mit dem kohlenstoffreichen Stahl / Feuerschläger an einer Kante des Steins vorbeigeschlagen. Dabei lösen sich Funken, die mit dem Zunder reagieren. Somit wird ein kleiner Glutpunkt erzeugt, der mit weiterem brennbaren Material zu einer Flamme gebracht werden muss. Diese Variante erfordert allerdings einiges an Übung.
 
 

In meinen Augen mehr lustiges Gimmick ist der Spark Lite. Dabei ist, wie bei einem Feuerzeug, ein kleiner Feuerstein unter einem angerauhten Rädchen platziert. Wird dieses schnell gedreht, werden nach vorne Funken ausgeworfen und man kann die mitgelieferten Baumwoll- oder Dochtröllchen entzünden.



Als letztes bleiben dann noch Streichhölzer. Hier gibt es neben den bekannten auch noch Überallanzünder und Sturmstreichhölzer. Bei den Überallanzündern ist man nicht auf die normale Reibefläche der Streichholzbox angewiesen, sondern kann an jeder trockenen und rauhen Oberfläche den Zündkopf entzünden.


Bei den Sturmstreichhölzern ist der Schwefelkopf ca. bis zur Hälfte gezogen. Dadurch brennt das Streicholz zwar relativ schnell ab, erzeugt dabei aber eine sehr hohe Temperatur und kann nur schwer gelöscht werden.
 
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Kommentare:

Silvio@outdoorlog.de hat gesagt…

Wirklich ein schöner Beitrag. Vielen Dank. Ich bevorzuge den Feuerstahl, den ich eigentlich immer mit dabei habe. Zusätzlich habe ich noch zwei Feuerzeuge (Bic mini mit Piezo-Zündung) dabei. Eins liegt im Mini Trangia und das andere im AZB-Päckchen.

Anonym hat gesagt…

Da hab ich ja glatt was dazugelernt :)
LG Gaby

AB hat gesagt…

Du bist gut ausgerüstet!

Camping 4ever hat gesagt…

Was es nicht alles gibt?!
Der Feuerstrahl war mir neu, macht aber einen guten, einfach zu bedienenden Eindruck.